Schüchtern - was tun
Maßnahmen gegen Schüchternheit
Da Schüchternheit für jeden Menschen anders ist, fällt es natürlich schwer, Hilfe zu finden, die für alle Menschen gleich gut funktioniert. Aber gegen die Hauptprobleme, die schüchterne Menschen haben lassen sich einige hilfreiche Tipps zusammenfassen.
Unterhaltungen
Um die eigene Kompetenz während Unterhaltungen mit Menschen zu verbessern kann es unter Anderem sehr hilfreich sein, sich eine Liste von gewohnten und angenehmen Konversationsthemen zu erstellen, auf welche man in zweifelhaften Situationen zurückfällt. Man sollte diese natürlich nicht rigoros verfolgen, sondern als Anregungen benutzen. Wenn man sich so in bekannten und angenehmen Themen bewegt, lernt und übt man schnell einen besseren Umgang und verliert so an Aufregung. Diese Liste sollte natürlich auch auf die Personen, mit denen man sprechen wird zugeschnitten sein, denn sonst kann dieser Versuch schnell nach hinten losgehen.
Zu Beginn wirkt das viel zu aufwendig. Jedoch zahlt sich diese Methode bereits sehr früh aus und man gewöhnt sich schnell daran, die Themen in einer Unterhaltung souverän und gut zu wählen.
Offenheit
Es ist besonders wichtig für Schüchterne, die sich bereits über viel zu viel schämen, sich nicht auch noch wegen ihrer Schüchternheit zu schämen. Deshalb ist es oft von Vorteil, Menschen direkt wissen zu lassen, dass man schüchtern ist. Das etabliert einen wichtigen ersten Schritt beim Kontakt mit Menschen: Vertrauen. Außerdem hilft es vermutlich, Missverständnisse seitens des Partners zu vermeiden, welcher einen Mangel an Augenkontakt vielleicht als Anzeichen von Abneigung werten würde. So weiß er aber, dass der Gegenüberstehende damit einfach Probleme hat. Das Eingeständnis des Problems zeigt den Mitmenschen auch, dass man trotz seiner Schüchternheit den Kontakt zu ihnen sucht, was für sie eben ein Anzeichen ist, einen nicht aus der Unterhaltung auszuschließen, sondern zu integrieren.
Eins nach dem Anderen
Bei einer Verhaltensstörung, die sich über mehrere Jahre hinweg in der Psyche festsetzt, ist es verrückt anzunehmen, dass sich diese über Nacht auflösen lässt. Viel effektiver ist es, sich eine Sache auszusuchen, die man gezielt üben will. Dabei sollte man klein Anfangen und ständig im Hinterkopf behalten, dass der Gedanke zählt. Selbst wenn eine Unterhaltung vielleicht nicht besonders gut gelaufen ist, heißt das auf keinen Fall, dass die nächste auch schlechten laufen muss. Viel wichtiger ist, aus seinen vorherigen Fehlern zu lernen und somit sein Verhalten zu verbessern.