Schüchterne Kinder
Hilfe gegen Schüchternheit
Sollte man ein schüchternes Kind haben, ist es extrem wichtig zu erkennen, dass die pure Anwesenheit für das Kind bereits sehr hilfreich ist. Kinder vertrauen ihren Eltern instinktiv, weshalb sie durch Interaktionen mit den Eltern automatisch lernen, mit Menschen umzugehen. Bei ihren Eltern müssen sie auch keine Angst vor Abneigung haben, weshalb die Eltern praktisch ein “sozialer Spielplatz” für sie sind.
Der wohl wichtigste Aspekt bei der Erziehung eines schüchternen Kindes ist ein gutes Vorbild zu sein. Im Kontext von Schüchternheit bedeutet dies, dem Kind ein angebrachtes soziales Verhalten vorzumachen. Das bedeutet, zum Beispiel, für Eltern in sozialen Situationen oft Unterhaltungen zu beginnen und/oder das Kind Fremden vorzustellen, was dem Kind zeigt, dass der Umgang mit Unbekannten alles andere als schlimm ist. Auch sollten Eltern immer nett und freundlich zu Leuten in ihrer Umgebung sein.
Diese Vorbildrolle kann auch gezielt genutzt werden, Kindern gewünschtes Verhalten näher zu bringen. Es hilft deshalb, wenn Eltern sich eine Liste von Aktivitäten erstellen, welche dem Kind besser gefallen sollten und diese dann oft vor dem Kind tun, wodurch sie dem Kind eher gefallen.
Teil der Vorbildrolle ist auch Leuten zu helfen, die anscheinend Hilfe benötigen. Somit erkennt das Kind hilfreiches Verhalten gegenüber Fremden und verliert so die Angst vor dem Kontakt mit ihnen.
Dinge, die man bei der Erziehung vermeiden sollte
Die Vorbildrolle der Eltern kann sich aber auch negativ auswirken. Wenn Eltern zum Beispiel aktiv Leute meiden, mit welchen der Kontakt unangenehm ist, wird das Kind dies vermutlich nachahmen. Deshalb sollte man auch vor dem Kind Leute nicht zu stark kritisieren, da dies zu negativen Reaktionen Anderer führt, was genau das ist, das das Kind in seiner Schüchternheit vermeiden will.
Neben dem Umgang mit der Umgebung ist aber auch das Verhalten dem Kind gegenüber wichtig. Eben weil Kinder eine starke Bindung zu ihren Eltern haben, sollten die Kinder von ihren Eltern nie zu oft/stark kritisiert werden, weil das Kind so eine Angst vor dem Fehlschlagen entwickelt, was sich natürlich auch auf den Umgang mit Unbekannten auswirkt.
Generell lässt sich aber sagen, dass ein freundlicher Umgang mit Kindern und Fremden sowohl für Kinder, als auch für Erwachsene mehr als gut ist.
Was tun, wenn man selbst schüchtern ist?
Eine solche Situation stellt natürlich ein Problem dar. Jedoch kann sie als Chance zur Selbstverbesserung benutzt werden. Diese sollte natürlich in kleinen Schritten begonnen werden, wie zum Beispiel dem simplen Türen aufhalten für Fremde oder Smalltalk mit anderen Eltern über die Kinder. Außerdem bietet das Kind selbst natürlich ein sehr geeignetes Ziel zum Üben von Umgang, wodurch letztendlich auch dem Kind sehr geholfen wird.