Schüchtern als Mann
Grundsätzlich kann gesagt werden, dass Schüchternheit bei Männern genauso oft vorkommt wie bei Frauen. Vor allem im Umgang mit Frauen und bei der Partnersuche gibt es zahlreiche Männer, die unsicher sind und nicht wissen wie sie auf das andere Geschlecht wirken. Schüchterne Männer erröten, schwitzen und werden nicht selten nervös, wenn sie eine Frau ansprechen sollen. Schüchternheit bei Männer fällt auch viel eher auf. Dies hat wiederum mit dem traditionellen Rollenverständnis zu tun. Von Männern wurde und wird einfach erwartet, dass sie bei der Partnersuche und in anderen sozialen und gesellschaftlichen Situation eine führende und dominante Rolle übernehmen. Schüchternheit ist nun genau das Gegenteil davon.
Bei vielen schüchternen Menschen zeigt sich, dass sie nur beim Zusammentreffen mit fremden Personen gehemmt sind, wenn sie dagegen Freunde oder Bekannte treffen, sind sie oft sogar ganz interessante und lebhafte Gesprächspartner.
Ähnlich wie bei Frauen hat Schüchternheit auch bei Männern negative Auswirkungen sowohl auf die berufliche Entwicklung als auch auf die Partnersuche. Wer nicht in der Lage ist, energisch aufzutreten, wird nur sehr selten für eine Führungsposition infrage kommen, auch wenn er noch so gut für den Posten qualifiziert wäre.
Wer als Mann nicht weiß, wie er auf Frauen wirkt und auch nicht weiß, wie er man besten seine Traumfrau ansprechen soll, verunsichert damit auch sein Gegenüber. Frauen wollen auch heute noch erobert und aktiv umworben werden. Ein Mann, der weder Dominanz noch charakterliche Stärke zeigt, wird nicht selten genau aus diesem Grunde abgelehnt.
Gerade für Männer ist es deshalb wichtig, dass sie aktiv etwas gegen ihre Schüchternheit unternehmen. Dies fängt damit an, dass sie sich bewusst den Situationen auszusetzen, vor denen sie Angst haben, um sich dann Schritt für Schritt größeren “Herausforderungen” im privaten und beruflichen Leben zu stellen. Gelingt dies nicht allein, ist professionelle Hilfe sehr angeraten.